Allergie gegen Meerschweinchen

Eine Allergie gegen Haustiere tritt bei vielen Menschen auf. Es handelt sich
dabei um eine Allergie gegen Substanzen, die auf den Haaren der Tiere kleben.
Der Speichel, der bei Meerschweinchen durch Putzen auf das gesamte Fell
übertragen wird, und die darin enthaltenen Eiweißstoffe, sind allergene Stoffe.
Auch Schweiß, Talg, Hautschuppen, Reste von Kot und Urin befinden sich an den
Haaren des Meerschweinchens und können zu allergischen Reaktionen führen.

Die Symptome einer Allergie gegen Meerschweinchen sind Heuschnupfen, gerötete
und brennende Augen, Bindehautentzündung, juckende Hautausschläge, zum Teil
mit Quaddelbildung und in schweren Fällen allergisches Asthma. Bei empfindlichen
Menschen reichen geringe Mengen des Allergens aus, um allergische Reaktionen
hervorzurufen. Dazu genügt der Kontakt zu Menschen, an deren Kleidung sich Haare
von Meerschweinchen befinden. Eine Allergie gegen Meerschweinchen zeigt sich
als Sofortreaktion des Typ I, also sofort nach Kontakt mit dem Meerschweinchen.
Das Immunglobulin E wird als Abwehrreaktion vom Körper gebildet, es kommt
zu allergischen Reaktionen. Beim Vorliegen mehrerer verdächtiger Symptome
sollte im Rahmen eines Allergietests geklärt werden, ob eine Allergie gegen
Meerschweinchen vorliegt. Der Arzt nutzt dazu den Pricktest, trägt dem Patienten die
allergenen Substanzen auf die Haut auf und sticht die Haut leicht ein. Zum Vergleich
gibt er eine wässrige Lösung und eine Histaminlösung auf die Haut. Nach 20
Minuten kann er die Reaktion dokumentieren. Lässt sich nicht eindeutig feststellen,
ob eine Allergie gegen Meerschweinchen besteht, kann der Hauttest untermauert
werden mit einem Bluttest, bei dem der Arzt feststellen kann, ob allergenspezifische
Immunglobuline im Blut des Patienten vorhanden sind.
Besteht eine Allergie gegen Meerschweinchen und man möchte sich vom
Meerschweinchen vorerst nicht trennen, ist auf strenge Hygiene zu achten.
Das Meerschweinchen sollte möglichst im Freien gehalten werden. Wird es in
der Wohnung gehalten, sollte es nicht in der Nähe häufig benutzter Möbel sein
Heim haben. Die Wohnung ist häufig zu reinigen und zu lüften. Zeigen diese
Maßnahmen keine Wirkung oder verschlimmern sich die Symptome, hilft nur,
das Meerschweinchen wegzugeben. Zur Linderung Symptome einer Allergie
gegen Meerschweinchen kann der Arzt Antihistaminika, Cortison, antiallergische
Augentropfen und abschwellende Nasentropfen verordnen.

Eine Hyposensibilisierung ist bei der Allergie gegen Meerschweinchen möglich. Dazu
spritzt der Arzt dem Patienten über mehrere Jahre die allergenen Substanzen in
die Haut, in langsam erhöhten Dosen. Dabei gewöhnt sich der Patient langsam an
das Allergen, das die Allergie gegen Meerschweinchen auslöst. Da während dieser
Behandlung allergische Reaktionen auftreten können, in schweren Fällen auch
ein lebensgefährlicher anaphylaktischer Schock, ist diese Behandlung nur sinnvoll
bei Menschen mit gesunden Organen. Sie muss unter strenger ärztlicher Kontrolle

erfolgen. Während der Hyposensibilisierung dürfen keine Antiallergika eingenommen
werden, da die Behandlung sonst nicht wirksam ist. Bei Schwangeren und bei
Kindern sollte sie nicht vorgenommen werden.