Allergie gegen Duftstoffe

Duftstoffe sind nicht nur in Parfüm, sondern auch in Seife, Cremes, Shampoo,
Weichspüler und Waschmittel enthalten. Viele Menschen leiden unter einer
Allergie gegen Duftstoffe. Da Frauen den Duftstoffen häufiger ausgesetzt sind,
treten Allergien gegen Duftstoffe bei Frauen häufiger auf als bei Männern. Nicht
gegen alle Duftstoffe müssen die Patienten allergische Reaktionen entwickeln.

Die Allergie gegen Duftstoffe tritt als Kontaktekzem auf, mit Juckreiz, Rötungen,
Hautausschlägen, zum Teil mit Quaddelbildung. Die Symptome treten einige
Zeit nach Kontakt mit den Duftstoffen ein, als Typ-IV-Reaktion. Gerötete Augen,
Schnupfen, Niesen und Atembeschwerden können sofort nach dem Kontakt mit
Duftstoffen auftreten. In schweren Fällen sind Asthma und anaphylaktischer Schock
möglich. Ätherische Öle, die in Pflanzen enthalten sind, die zur Herstellung von
Duftstoffen genutzt werden, stellen die Allergene dar. Die Reaktionen bei der
Allergie gegen Duftstoffe fallen bei den Betroffenen unterschiedlich stark aus.
Bei empfindlichen Patienten können allergische Reaktionen bereits auftreten,
wenn Waschmittel mit einem geringen Anteil an Duftstoffen verwendet wird und
diese Duftstoffe in frisch gewaschener Kleidung enthalten sind. Duftstoffe, die zur
Herstellung von Parfüm, Kosmetika und Waschmittel eingesetzt werden, werden
unterteilt in besonders allergene Substanzen, weniger allergene Substanzen und
seltene Sensibilisatoren.

Die Allergie gegen Duftstoffe wird getestet mit dem Epikutantest. Dazu erhält
der Patient die Substanzen als Duftstoff-Mix mit einem Trägermedium auf die
Haut aufgetragen, meist auf den Rücken, unter Trägerkammern. Die allergische
Reaktion wird 24, 48 und 72 Stunden später kontrolliert, um nicht nur den Auslöser
der Reaktion, sondern auch deren Ablauf zu protokollieren. Dieser Test ist sehr
schwierig aufgrund der Vielzahl von Duftstoffen und liefert nicht immer eindeutige
Ergebnisse. Um die Auslöser der Allergie gegen Duftstoffe künftig zu meiden, kann
ein Provokationstest mit dem verwendeten Produkt durchgeführt werden. Zeigen sich
dabei Reaktionen, darf dieses Produkt nicht mehr verwendet werden.
Eine Desensibilisierung ist bei einer Allergie gegen Duftstoffe nicht möglich.
Die Symptome einer Allergie gegen Duftstoffe können behandelt werden mit
Antihistaminika und Cortison sowie abschwellenden Nasentropfen. Auf Kosmetika
ist gemäß EU-Richtlinie die Zusammensetzung auf der Packung zu verzeichnen.
Duftstoffe und deren Zusammensetzungen, die häufig Allergien auslösen, sind
dabei zu beachten. Wer unter einer Allergie gegen Duftstoffe leidet, sollte Kosmetika
verwenden, die nur einen geringen Anteil an Duftstoffen enthalten. Parfüms und
Lufterfrischer sollten gemieden werden. Wasch- und Reinigungsmittel, die frei von
Duftstoffen sind, sollten genutzt werden.

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