Allergie gegen Kaffee

Wie gegen viele Nahrungsmittel, kann auch eine Allergie gegen Kaffee bestehen. Auf
grüne, noch rohe Kaffeebohnen kann eine Allergie vorliegen, die sich bei Mitarbeitern
in Kaffeeröstereien oder bei Hafenarbeitern bemerkbar macht. Niesanfälle und
allergisches Asthma treten als Symptome auf. Eine Allergie gegen Röstkaffee ist
sehr selten. Das Koffein als Bestandteil des Röstkaffees ist dabei das Allergen.

Die Allergie gegen Kaffee kann sich nicht nur bei koffeinhaltigen, sondern auch bei
entkoffeiniertem Kaffee äußern. Die Symptome sind Hautveränderungen – eine
generalisierte Urtikaria wurde beobachtet – , ebenso Atemnot, Kopfschmerzen,
Erbrechen, Krämpfe und Kreislaufschwäche. Nicht nur beim Genuss von Kaffee,
sondern auch beim Genuss anderer koffeinhaltiger Getränke wie Cola können diese
Symptome auftreten. Da sie sofort nach dem Genuss auftreten, handelt es sich um
Typ-I-Reaktionen. Bei einigen Patienten können allergische Reaktionen auch erst
einige Zeit nach dem Genuss von Kaffee auftreten, dabei handelt es sich um Typ-
IV-Reaktionen, eine Kontaktallergie. Werden sie beobachtet, kann ein Hauttest,
ein Pricktest, Auskunft geben, ob eine Allergie gegen Kaffee vorliegt. Der Arzt trägt
Substanzen aus grünen Kaffeebohnen, gerösteten Kaffeebohnen und verschiedenen
Röstkaffeesorten auf die Innenseite des Unterarmes des Patienten auf und sticht die

Haut leicht ein. Zum Vergleich trägt er eine wässrige Lösung, bei der keine Reaktion
auftreten darf, sowie eine Histaminlösung, bei der es zu einer Reaktion kommen
muss, auf die Haut des Patienten auf. Nach 20 Minuten prüft er die Reaktion. Zur
Ergänzung und zur Präzisierung kann der Arzt einen Bluttest vornehmen, bei dem er
feststellt, ob generell Immunglobuline und allergenspezifische Immunglobuline gegen
Kaffee im Blut vorhanden sind. Eine Allergie gegen Kaffee ist nicht immer eindeutig
festzustellen. Mit einem Provokationstest, bei dem der Patient Koffein in bestimmter
Konzentration direkt über die Mundschleimhaut erhält, kann der Arzt nach kurzer Zeit
feststellen, ob eine Allergie gegen Kaffee vorliegt.

Wurde eine Allergie gegen Kaffee festgestellt, ist eine Behandlung der Allergie
nicht möglich, nur die Symptome können behandelt werden. Gegen Urtikaria
kann Cortison eingesetzt werden. Koffeeinhaltige Getränke sind zu meiden. Da
Koffein in vielen Medikamenten enthalten ist, sollten bei einer Allergie gegen Kaffee
Alternativen für diese Medikamente gegeben werden.

One thought on “Allergie gegen Kaffee

  1. B. G. 9. März 2014 at 04:22

    Meine Ärzte-Odyssee dauerte mehr als 10 Jahre. Im Urlaub hatte ich keine Beschwerden. Ich habe wohl seit Jahren eine Überempfindlichkeit gegen Acetaldehyd, u.a. in Kaffee, Alkohohol, Essig, Weichmachern, Druckertinte, Terpene (Fichtennadeln) und Ahorn.
    Vor unserem Haus ist eine Ahornallee.

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