Allergie Diagnosen

Allergien sind Reaktionen des Immunsystems auf Stoffe aus der Umwelt, die
normalerweise der Gesundheit nicht schaden. Bei Allergikern ist die Körperabwehr
außer Kontrolle geraten. So vielfältig die Allergien, so vielfältig sind die Symptome.
Neben Schnupfen, Niesen, Husten, geröteten und brennenden Augen können
sich Hautausschläge, Durchfälle, Erbrechen, Schlafstörungen und Kopfschmerzen
zeigen.

Die Symptome können akut, unmittelbar nach Kontakt mit den Allergenen,
oder später, bis zu 72 Stunden nach Kontakt mit dem Allergen auftreten. Der
anaphylaktische Schock ist die schwerste Reaktion des Körpers, tritt akut auf und
kann lebensgefährlich sein. Hat der Körper erst einmal allergische Reaktionen auf
bestimmte Stoffe gezeigt, bildet er bei jedem späteren Kontakt damit Antikörper
und reagiert wieder allergisch. Daher kommt es auf die Allergie Diagnose an.
Wenn mehrere Symptome gleichzeitig plötzlich auftreten, ist an eine Allergie zu
denken. Um die Folgen der allergischen Reaktionen künftig zu vermeiden, sollte
rechtzeitig ein Arzt untersuchen, ob eine Allergie vorliegt und um welche Allergie
es sich handelt. Der Hausarzt ist über die Symptome, ihre Stärke und die Zeit des

Auftretens zu informieren. Basis für die Allergie Diagnose ist das Gespräch zwischen
Arzt und Patient. Fragebögen können ausgefüllt werden über Vorerkrankungen,
Lebensumstände und erbliche Vorbelastungen. Hinweise auf mögliche Auslöser der
Allergie werden gegeben.

Zur Allergie Diagnostik bedient sich der Arzt verschiedener Tests. Der Hausarzt kann
selbst Hauttests vornehmen oder den Patienten an einen Allergologen überweisen,
der eine Allergie Diagnostik vornimmt. Beim Pricktest, der häufigsten Form des
Hauttests, trägt der Arzt die Substanzen, die eine Allergie auslösen können, auf die
Haut auf, zumeist auf die Unterseite des Unterarmes. Er sticht die Haut leicht ein,
damit die Substanzen eindringen können. Zum Vergleich bringt er eine wässrige
Lösung, bei der keine Reaktion erfolgen darf, sowie eine Histaminlösung, bei der
eine Reaktion erfolgen muss, auf die Haut. Beim Reibtest wird die Haut leicht
eingeritzt und anschließend die Substanzen auf die Haut gegeben. Bei beiden Tests
liest der Arzt nach 20 Minuten die Reaktion ab und kann feststellen, um welche
Allergie es sich handelt. Bei nicht eindeutigen Ergebnissen kann der Arzt die Allergie
Diagnose anhand eines Intrakutantests, bei dem die Substanz in die Haut gespritzt
wird, vornehmen. Dieser Test birgt das Risiko einer heftigen allergischen Reaktion.
Nach spätestens 20 Minuten kann der Arzt feststellen, ob eine Allergie vorliegt.
Beim Epikutantest, der häufig vorgenommen wird beim Verdacht einer Allergie
auf Duftstoffe oder Nickelverbindungen, erhält der Patient die Substanzen mit
Trägermedien unter Testkammern auf die Haut, zumeist auf den Rücken. Nach 24,
48 und 72 Stunden prüft der Arzt das Ergebnis und die Veränderungen. Die Allergie
Diagnose kann präzisiert werden, indem der Arzt innerhalb einer Woche zweimal
täglich dem Patienten auf eine abgegrenzte Stelle die Substanzen aufträgt. Zur
Ergänzung der Hauttests kann der Arzt den Bluttest vornehmen. Der Arzt untersucht,
ob Immunglobuline oder allergenspezifische Immunglobuline im Blut vorhanden
sind. Bei Patienten, bei denen aufgrund schwerer Hauterkrankungen kein Hauttest
durchgeführt werden kann, werden Bluttests zur Allergie Diagnose genutzt.

Konnte der Auslöser der Allergie mit der genutzten Allergie Diagnostik nicht eindeutig
festgestellt werden, kann ein Provokationstest vorgenommen werden. Der Arzt trägt
die Allergene, die verdächtig sind, direkt auf die Nasenschleimhaut des Patienten auf
und protokolliert kurze Zeit später die Reaktion. Da dieser Test schlimmstenfalls zu
einem anaphylaktischen Schock führen kann, sollte er nur in Ausnahmefällen und
dabei stationär oder in Facharztpraxen durchgeführt werden.
In Auswertung der Allergie Diagnose legt der Facharzt gemeinsam mit dem
Patienten eine Behandlungsstrategie fest.