Atopie

Auf eine Vielzahl von Stoffen reagieren immer mehr Menschen sensibel. Etwa jeder
Dritte ist in Deutschland von Atopie betroffen, wie allergischem Asthma bronchiale
und atopischer Dermatitis.
Unter Atopie versteht man die Überempfindlichkeit bestimmter Allergenen. Bereits
1916 zeigten Vanderveer und Cooke, dass allergische Krankheiten autosomal
dominant vererbt werden. Der Begriff Atopie wurde im Jahr 1923 von Cooke und
Coca eingeführt. Bis heute versteht man darunter, eine erbliche Neigung des Allergie
Typ 1 gegen Ekzeme und Inhalationsallergene zu entwickeln. Herausgefunden
wurde allerdings, dass als rezessives Gen die Präposition zur Atopie vererbt wird.
In die Atopie bezieht man das allergische Asthma brochiale, die Rhinitis allergica
und das atopische Ekzem mit ein. Menschen, die diese angeborene Neigung
besitzen, werden als Atopiker benannt. Es kommt bei ihnen zu einer sogenannten
Allergie-Karriere, beginnend mit der Entstehung einer Neurodermitis.
Die genetischen Gründe für die Entwicklung der Atopie wurden in den Jahren
der Forschung immer interessanter. Wenn man die potenziellen Gene besser
identifiziert, könnte es zu besseren Methoden bei der Bestimmung von Asthma oder
auch zu einer neuen Medikamentenentwicklung kommen.
Neue Studien haben herausgefunden, dass allergische Krankheiten auf
Polymorphismus in verschiedenen Genen entsprießen. Aber nicht nur der
Polymorphismus ist hierfür verantwortlich, sondern auch die Allergen-Exposition und
die Umweltfaktoren. Die primäre Ursache für Allergien kann man mit der Genom-
Forschung klären, hier werden die krankheitsverursachenden Gene herausgefunden.
Auch Kinder, bei denen ein Elternteil an Atopie leidet, kann es zu der
Atopie kommen. Es wurden Untersuchungen durchgeführt, die sich mit den
atopiegefährdeten Genen beschäftigte. Die verschiedenen Resultate erklären
zum einen ein autosomales rezessives Gen, das eine polygene Komponente
besitzt und ein alleiniges bestimmendes Gen. Dieses Gen ist aber nur in
bestimmten Familien wirksam. In den beiden genannten Möglichkeiten spielen
verschiedene Umweltfaktoren eine Rolle. Das sind unter anderem die Dauer und
Art der Allergenexposition. Die Faktoren sind Bestandteil für die Analyse der IgE-
Reaktionsbereitschaft und der Tendenz zu atopischen Gesundheitsstörungen.Durch
die Allergenexposition und die genetische Maske wird somit die Bereitschaft erhöht,
sich gegen spezielle Stoffe zu sensibilisieren. Auf dem Gebiet der Atopie hat eine
Universität in Schweden veröffentlicht. Die Beschäftigten dieser Abteilung wollten mit
dieser Untersuchung feststellen, ob der atopische Status einer Mutter Einfluss auf
die Herstellung der Zytokine nimmt. Die Resultate haben hervor gebracht, dass eine
Erhöhung der Werte bei Kindern mit zweifacher atopischer Vererbung vorliegt. Ob
es später Unterschiede gibt und wie sich die Allergie auswirkt, kann erst im Alter von
etwa 2 Jahren der Kinder eingeschätzt werden.

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