Arzneimittelallergien

Eine Arzneimittelallergie kann erscheinen, wenn der Körper auf bestimmte
Inhaltsstoffe von Arzneimitteln übersensibel reagiert. Die Arzneimittelallergie kann
sehr verschiedene Erscheinungsbilder mit unterschiedlichen Symptomen aufweisen.
Die allergische Reaktion ist nicht von der Medikamentendosis abhängig. Es treten bei
den Allergien gegen Arzneimittel Reaktionen der Haut auf. Aber auch andere Organe
können von der Arzneimittelallergie betroffen ein. Allergische Hautreaktionen gehen
meist mit anderen Körperreaktionen voraus und stellen somit ein frühes Warnsystem
dar.
Eine Arzneimittelallergie ist eine gesteigerte oder Immunsystemreaktion auf
gewisse Inhaltsstoffe von Arzneimitteln. Die Allergie äußert sich meistens durch ein
Arzneimittelexanthem, entzündlicher Ausschlag der Haut.
Ein durch die Arzneimittelallergie erschienenes allergisches Exanthem geht vom
Bindegewebe der Gefäße aus und kann gewöhnlich wieder abklingen. Der
Hautausschlag kann dabei gleichförmig über den gesamten Körper verteilt sein oder
auch nur an bestimmten Stellen des Körpers auftreten. Neben Reaktionen der Haut
ist bei einer Medikamentenallergie auch jede andere Form einer allergischen
Reaktion erdenklich.
Da Medikamente besitzen neben dem Wirkstoff auch immer sogenannte Hilfsstoffe
enthalten, wie zum Beispiel Stabilisatoren, Füllmittel, Geschmacks- und Farbstoffe,
ist auch manchmal der Fall, dass die Arzneimittelallergie nicht auf den
Wirkungsstoff selbst, sondern auf einen anderen im Arzneimittel enthaltenen Zusatz
zurückzuführen ist.
Die Arzneimittelallergie zeigt je nachdem, welches Arzneimittel verwendet wird,
eine stark unbeständige Häufigkeit. Bei Behandlungen mit Penicillin tritt bei 0,7 bis 10
Prozent der behandelten Personen eine Penicillinallergie auf. Dabei können
bekannte allergische Reaktionen, wie Übelkeit, Erbrechen, niedriger Blutdruck,

Herzrhythmusstörungen, Asthma und Hautausschlag vorkommen.
Es gibt Arzneien, die auch oft eingesetzt werden, wo es aber selten zu einer
Arzneimittelallergie kommt. Meist kommt die Allergie dann ohne einen Ausschlag
auf der Hautoberfläche, bei Digoxin kann eine Allergie entstehen.
Die Arzneimittelallergie mit oder ohne einen Ausschlag hat ihren Ursprung in einer
fehlerhaften Regulation und eine überschießende Abwehrreaktion des
Immunsystems auf Arzneisubstanzen. Medikamente können Ausschläge
verursachen, wenn im Körper allergische Reaktionen ausgelöst werden. Auch durch
Konservierungsstoffe, die in den Medikamenten enthalten sind, kann eine Allergie
ausgelöst werden.
Die Arzneimittelallergie äußert sich fast nur durch die allergischen Reaktionen auf
der Haut. Auf der Haut können Schwellungen, Rötungen, Quaddeln oder Ödeme
entstehen. Auftreten können diese Symptome auch an den Schleimhäuten, an den
Nägeln, an den Haaren und an den Schweiß- und Talgdrüsen, diese Erscheinungen
sind meist auch von einem Juckreiz begleitet.
Die erste allergische Reaktion ist schwach. Bei einem erneuten Kontakt können
weitere Symptome wie Benommenheit, Schwindel, Atemnot, Schleimhautschwellung,
Nesselfieber, Übelkeit und Schweißausbruch hinzukommen, sowie ein
Kreislaufzusammenbruch.
Besteht der Verdacht auf eine Arzneimittelallergie, sollte man das vermutliche
Arzneimittel, welches die Symptome auslöst, absetzen. Gehen die Symptome nach
dem Absetzen zurück, ist dies ein Hinweis auf eine bestehende Arzneimittelallergie.

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